Deutschland

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Wie unterschiedlich auch je nach Region, Wurst, Spätzle, Knödel, Sauerbraten, Sauerkraut, Leberkäse sind mit einem guten Bier sind eigentümliche Merkmale der deutschen Küche.

Njemačka

Geographische Lage

Die Verschiedenartigkeit des Landschaftsbilds ist eine von Niedersachsens Stärken: ein Stein, der von einem wunderschönen Berg im Weserbergland geworfen wird, landet im dunklen Wald des Harzes.

Die Bundesrepublik Deutschland ist Hauptindustriestaat in Mitteleuropa, der zu einer Union von 16 Staaten gehört. Der Größe nach ist Deutschland das siebtgrößte Land in Europa mit einer Fläche von 356 970 km2 und ca. 82 Millionen Einwohnern.

Das Landschaftsbild variiert von ebenen Stränden an der Nord- und Ostsee, über Mittelgebirge mit bildhaften Hügeln und Flussebenen bis hin zu hohen Bergen und schneebedeckten Alpen im Süden.

Geschichtliche Einflüsse

Verschiedene Faktoren haben darauf Einfluss genommen, welches Gericht eine lokale Spezialität der bestimmten Region oder des Bundeslandes geworden ist, zum Beispiel Bodenfruchtbarkeit und Grad der Prosperität. Erkennbar sind auch die Einflüsse der Küche benachbarter Länder: die tschechische und österreichische

Küche hatten Einfluss auf die bayrische, während im Norden Deutschlands der Einfluss Skandinaviens und Großbritanniens erkennbar ist.

Die Hauptzutaten sind in allen deutschen Bundesländern erhältlich, von der Küstenregion der Nord - und Ostsee bis zu den Bergfüßen der Alpen im Süden, grundsätzlich sind sie die gleichen, so dass die Unterschiede eigentlich in den Details liegen. So hat jedes Bundesland seine eigene geschichtliche, kulturelle und kulinarische Besonderheit.

Besonderheit der Länder

Thüringen
Sachsen
Sachsen-Anhalt
Berlin
Brandenburg
Mecklenburg-Vorpommern
Schleswig-Holstein
Hamburg
Bremen
Niedersachsen
Nordrhein-Westfalen
Hessen
Rheinland-Pfalz
Saarland
Baden-Württemberg
Bayern

Thüringen

Es gibt einen Grund, warum Thüringen nicht nur als Land gekochter Klößchen, Kuchen und Würstchen, sondern auch als grünes Herz Deutschlands bezeichnet wird. Im Thüringer Becken, in einem Land, das reich an Kalkstein ist, werden Weizen, Karotten und Zuckerrohr angebaut, während die hoch geschätzte Gerste für die Bierherstellung am Fuße der Berge angebaut wird. Gemüseanbau wird um das regionale Zentrum Erfurt herum als auch am westlichen Rand des Thüringer Beckens betrieben. Im östlichen Teil Thüringens wachsen Blumenkohl, Weißkraut, Saubohnen, Zwiebeln und Gurken.

Zahlreiche geschichtliche Persönlichkeiten haben sich hier aufgehalten und die Entwicklung dieses Bundeslandes geprägt, so hat Martin Luther auf dem Berg Wartburg in der Nähe von Eisenach das Neue Testamentübersetzt. Hegel, Fichte und Schelling sind die Gründer der Universität in Jena. Bach hat seine Werke in Weimar komponiert, und im 18. Jahrhundert, zu Goethes und Schillers Lebzeiten, wurde die Stadt Weimar zum Zentrum des deutschen Klassizismus. Weimar hatte auch im kulinarischen Sinne großen Einfluss. Es heißt, Napoleons Truppen hätten das Rezept für den Weimarer Zwiebelkuchen mit sich genommen, das sich später zur heute weit bekannten Quiche Lorraine transformiert hat.

Sachsen

Das Zentrum Sachsens, aber auch die Stadt mit den meisten Ausstellungen, ist Dresden. Nach und nach haben die Horizonte der regionalen Hauptstadt, die wegen Bombardierungen im II. Weltkrieg vollständig vernichtet wurde, Formen des barocken Florenz an der Elbe, Zwinger und Semperoper angenommen, die wieder erbaut wurden, und auch die Frauenkirche wurde erneuert. Zu Beginn des 18. Jahrhunderts erhob August der Starke die Stadt zu einem europäischen künstlerischen und kulturellen Zentrum. J. S. Bach arbeitete als Chorleiter in Leipzig, und im Jahre 1743 wurde das Konzerthaus gegründet.

Die Gewohnheiten und Küchenmanieren wurden durch die Tradition der Lausitzer Serben gekennzeichnet, und im Zittauer Gebirge in Niederschlesien ist der Einfluss der tschechischen Küche unfraglich. Was die Nahrung anbelangt, so ist Sachsen Synonym für Dresdner Stollen (Kuchensorte), Leipziger Allerlei (gemischtes Gemüse), Kaffee und eine Menge von süßem Kuchen und Teigwaren. Um zu verhindern, dass diese süßen Gerichte nicht zu sättigend wirken, existiert "die Leipzger Pfeffermühle", das lebhafte Cabaret, gute alte Tradition in Leipzig, streut eigene Gewürze in die politische Szene.

Sachsen-Anhalt

Dieses junge Bundesland hat ein reiches geschichtliches Erbe und eine Legende. Könige, Künstler und Philosophen haben die ganze Nation geformt. Im Jahre 919 wurde der sächsische Herrscher Heinrich in Quedlingburg zum König Deutschlands gekrönt. Im späteren Verlauf des 10. Jahrhunderts, wuchs Magdeburg unter der Herrschaft von Otto I. zu einem der größten christlichen Zentren der Welt heran, während der große theologische Reformist Martin Luther mit seinen 95 Thesen, die er an das Tor der Kirche in Wittenberg heftete, das ganze Christentum schockierte. Sachsen-Anhalt war ebenfalls Ort für eine größere Zahl von Schriftstellern und Musikern, die auch außerhalb Deutschlands Grenzen bekannt sind, wie Goethe, Heine, Fontane, Telemann, Bach, Händel und Schütz. Ohne Rücksicht auf die Verschiedenheiten unter den Einwohnern, wird das Gemeinschaftsgefühl geweckt, wenn vom Gaumen die Rede ist.

Die Menschen in Sachsen-Anhalt sind stolz auf ihre Bodenfrüchte: Zucker und Getreidepflanzen um den fruchtbaren Boden bei Magdeburg, Börde herum, Zwiebeln aus Calbe, Spargel und Milch aus der Altmark, Marellen und Wein sowie Schaumwein aus der Saale-Unstrut-Region oder Käse aus dem Harzgebirge. Damit die regionale Nahrung wieder an Werten gewinnt, geben kreative Küchenchefs alles von sich, um für die Zubereitung essbarer und gesunder Gerichte auf alte Rezepte zurückzugreifen.

Berlin

Mit seinen herrlichen Alleen, geschichtlichen Gebäuden und großen Parkflächen ist Berlin eine schöne und gleichzeitig die Hauptstadt Deutschlands. Was Besucher bei den Einwohnern Berlins bemerken, sind kleine Zwischenmahlzeiten, denn, wie Kurt Tucholsky einst sagte, die Berliner haben keine Zeit. Berliner Nahrung ist einfach und gesund: kräftige, frugale Speisen, die Einflüsse verschiedener Küchen erkennen lässt, die Jahre lang verschiedene Immigrantengruppen mit sich gebracht haben. Berlin bot über Jahrhunderte hinweg Opfern von religiösen Vertreibungen ein Obdach: 50 jüdische Familien kamen 1671 aus Wien und 1 000 französische Hugenotten nach 1685 nach Berlin. Ihre Salate, Vielfältigkeit an Gemüse, Würste und Rezepte für Fricasee haben für immer die Stadtküche bereichert.

Als im Jahre 1871 das Deutsche Kaiserreich gegründet wurde, wurde die preußische Hauptstadt deutsche Hauptstadt. Die Geschwindigkeit, mit der sich in der Stadt die Industrie entwickelte, zog Menschen aus verschiedensten Gebieten des Landes an, die nach Arbeit suchten, besonders aus Pommern und Schlesien. Das kulturelle Leben der Stadt blühte im Laufe des Jahres 1920 auf. Es entwickelte sich zur Mekka der Avantgarde, wurde legendärer Treffpunkt von Künstlern und Intellektuellen. Diese Ära endete mit dem II. Weltkrieg, nach dem die Stadt durch die Berliner Mauer aufgeteilt wurde, die den östlichen Teil hermetisch vom westlichen Teil abtrennte. Durch den Abriss der Berliner Mauer und die Vereinigung von West- und Ostdeutschland wurde eine neue Seite der Geschichte aufgeschlagen.

Brandenburg

Zahlreiche Kieferwälder und große Seen, Straßen mit Bäumen am Straßenrand und Dörfer mit Backsteinhäusern dominieren im Landschaftsbild

dieses ebenen, ziemlich undicht besiedelten Bundeslandes. Laut offiziellen Statistiken leben auf 1 km2 86 Personen, während Potsdam, Brandenburgs Hauptstadt, nur 137 000 Einwohner zählt. Brandenburg war das Zentrum von Preußen. Potsdam war seine wichtigste Militärstadt, der Friedrich II. durch den Bau des Sanssouci Palasts ihr kulturologisches Merkmal verschaffen hat. Andere Errungenschaften schließen Gärten in der Nähe von Cottbus, die Graf Pückler-Muskau eingerichtet hat, und die idyllische Stadt Rheinsberg ein.

Die Grenzen Brandenburgs haben sich im Laufe der Geschichte ständig geändert: im Jahre 1815 wurde die Altmark Sachsen zugesprochen und nach dem Zweiten Weltkrieg fielen die Gebiete östlich der Oder-Neiße-Grenze an Polen. Trotz dieser Tatsache haben die Brandenburger ihre Identität bewahrt. Unter keinem Preis wollten sie 1996 mit Berlin zusammengeschlossen werden, jedoch haben die Küchen von Brandenburg und Berlin trotzdem vieles gemeinsam. Die umliegenden Regionen versorgen Berlin mit Fisch, Wildfleisch, Obst und Gemüse. Quark, frischer Kuhkäse mit Leinöl und Kartoffeln, ist eines der autochthonen Spezialitäten des Gebietes, während Rüben aus Teltow, saure Gurken aus dem Spreewald und Spargel aus Beelitz weit über seine geographischen Grenzen hinaus bekannt sind.

Mecklenburg-Vorpommern

Sogar heute, mehrere Jahrhunderte und zwei politische Systeme später, drückt das Landschaftsbild des Bundeslandes Mecklenburg-Vorpommern noch immer eine natürliche Ruhe und Zufriedenheit aus. Seine Seen und Flüsse, Ostseeküste, Buchten und Lagunen der sogenannten Haffküste an der Grenze zu Polen nehmen 10% des gesamten Territoriums der Provinz ein. Wie denn auch sei, der fruchtbare Boden wird von über 4 000 Farmern bearbeitet. Getreide, Kartoffeln, Wurzelgemüse und Viehfutter werden auf 1, 5 Millionen Hektar bebaubarem Boden angebaut. Mit einer tausend Jahre alten Geschichte wurde Mecklenburg im Jahre 1815 eine große Grafschaft. Andererseits gehörte Vorpommern zum preußischen Territorium, bevor es an Deutschalnd angeschlossen wurde.

Jahrhunderte lang waren diese zwei Landschaften für seine Kontraste bekannt. Die Ostseeinseln Rügen und Hiddensee zogen schon eh und je Dichter und Maler an; die Einwohner von Wismar, Rostock, Stralsund, Greifswald, Demmin und Anklam entwickelten Handelsbeziehungen zu Skandinavien. Für einen langen Zeitraum gehörten Teile der Region zu Schweden, was durch die Geschichte hinweg auch auf ihre Küche Einfluss genommen hat. Eine Charakteristik der Küche ist der süß-saure Geschmack; im Allgemeinen könnte die Küche als nahrhaft und praktisch charakterisiert werden.

Schleswig–Holstein

Erst 1946 gewann dieses Bundesland, das zwischen zwei Meeren liegt, seine politische Unabhängigkeit. Davor war es von stürmischen Zeiten geprägt: Kriege, freiwillige Teilungen und Dominanz von Außen. Für einen langen Zeitraum herrschten Dänen, danach Preußen, schließlich sogar Österreich und die Stadt Hamburg. Zahlreiche Städte wie Lübeck und Flensburg profitierten von diesen politischen Abrechnungen, während das Land arm blieb. Landwirtschaft und Fischerei sicherten die einzige Grundlage zum Überleben.

Dies hinterließ natürlich auch Spuren in der Küche. Nahrungsmittel, die auf dem Tisch serviert wurden, hatten am häufigsten lokalen Charakter, aber sie wurden in großen Mengen und reichlichen Mahlzeiten serviert – Gulasch, Schinken, große Klößchen und alle Fischsorten. In der älteren Vergangenheit benötigten die Menschen wegen hartem Klima und harter Arbeit unter offenem Himmel eine große Menge an Energie. Auch wenn die Küche heute noch mit dem Boden verbunden ist, wurde der Fettgehalt gesenkt und die Gerichte sind leichter geworden.

Hamburg

Auch wenn es eine Hafenstadt ist, so liegt Hamburg nicht direkt am Meer. Es liegt an der Elbe, die über 100 km weiter in die Nordsee

fließt. Die Stadt zählt mehr als 1, 6 Millionen Einwohner und ist eine der historischen Handelsstädte. In seinem Zentrum hat Hamburg einen See, umzäunte Wasserstraßen, die Alster und mehr Schiffskanäle als Venedig. Geschichtlich gesehen sind seine Verbindungen mit dem Baltikum und der Nordesee für eine dynamische Kommunikation mit der Welt von großer Bedeutung. Seine Händler entwickelten Kontakte zu London, führendes Zentrum des Welthandels, so dass Hamburg besser als irgendeine andere deutsche Stadt in der Lage war, die Weltquellen der Nahrungsmittel schon in den frühen Tagen des Kolonialismus

zu teilen. Segelschiffe des East India Company brachten Gewürze, Tee, Kaffee und Tabak, aber auch Informationen über weit entfernte Länder und Rezepte mit. Die Hamburger haben einen scharfen Geschmackssinn, und wenn es um Nahrung oder Getränke geht, spielt Geld keine Rolle. "In Hamburg können sie englisch, französisch oder deutsch essen gehen."

Bremen

Die Einwohner Bremens sagen: "Een beten veel un een beten good." Das ist eine typische Aussage, die besagt: "Viel essen und gut essen" - was auf eine Liebe zur Menge hinweist, wenn es um Nahrung oder Getränke geht. Dies ist ein Paradox, denn die Bremer sind eigentlich für ihre Sparsamkeit bekannt. Jedoch ist Tatsache: Tische werden reichlich gedeckt, ohne Rücksicht darauf, ob es um festliche Angelegenheiten wie Schaffermahl, Familienfeiern oder gewöhnliche Mahlzeiten zu irgendeinem Zeitpunkt im Laufe des Tages geht. Bremen ist die Stadt der Seefahrer und Händler, sowie ein Symbol der Offenheit gegenüber der Welt und einer langen Geschichte: Es ist schon seit 787 Diözese. Im Jahre 1947 wurden zwei Städte, Bremen und Bremerhaven, zu einem deutschen Bundesland erklärt.

Die Meeresnähe hat die Liebe zum Fisch wachsen lassen; die Nähe zur umliegenden Natur ist Grund für die Vorliebe zu ländlich-einfachen Mahlzeiten. Der Handel sicherte Kontakte mit der fernen Welt und die Bereitschaft, neue, hervorragende und exotische Nahrung zu kosten. Im Gegensatz zur reichlichen Nahrung auf dem Tisch waren Bremens Kanzler und Händler was Kunst anbelangt eher geizig. Dies war ein Ort, an dem Ölfässer mehr wert waren als Öl auf Gemälden, und Geldstücke hatten einen größeren Wert als musikalische Partituren. Trotzdem gehört Gastfreundlichkeit inmitten eines reichlich servierten Tisches zu den lokalen Manieren der Bremer. Sie feiern noch immer ein gut abgeschlossenes Geschäft mit einer oder zwei Flaschen Wein im Restaurant "Ratskeller" unter dem Rathaus. Nicht im Überfluss – das verbietet Gott – sondern in stiller Zufriedenheit... im Bremer Stil.

Niedersachsen

Die Verschiedenheit der Landschaft Niedersachsens

ist eine seiner Stärken: Ein Stein, der von einem wunderschönen Berg im Weserbergland geworfen wird, landet im dunklen Wald des Harzes. Die Lüneburger Heide lädt Naturliebhaber ein, sogar wenn sie nicht mit Blumern des Spätsommers bedeckt ist. Und schließlich nicht zu vergessen der Scharm der Nordsee und ihrer Inseln, die schon im Jahre 200 eine ausgewählte Destination für diejenigen, die nach Ruhe und Erfrischung suchen, darstellte. Am schönsten erscheinen die Backsteinhäuser mit Giebeln aus Holz, nicht nur in den Bierstädten Einbeck und Celle; einige Dörfer hinterlassen mit seinen bildhaften Strohdächern noch immer einen lieblichen Eindruck; Kirchen und Häuser, die von Reichen errichtet wurden, stellen meistens ein Kunstwerk mit dunkelroten Ziegelsteinen dar.

Traditionelle regionale

Spezialitäten zwischen den Flüssen Ems und Elbe sind einfach und reichlich: Kohl mit Pinkel Würstchen, Harzer Käse und Würstchen aus der Region um Braunschweig. Diese Spezialitäten entsprechen mit ihrer regionalen Authentizität

dem Charakter der lokalen nationalen Hymne, in der die Einwohner dieses Landes über sich singen wie über "blitzschnelle und feste Wurzeln diese Landes". Neuankömmlinge in der Region, in der noch immer mit niederdeutschem Dialekt gesprochen wird und in der die Einwohner was das Vokabular angeht stur sind, beschweren sich oft über die lokale Dickköpfigkeit. Wie denn auch sei, sie müssen jedoch auch zugeben, dass das einmal gewonnene Vertrauen der Einwohner ewig währt und weit über das gemeinsame Trinken von Schnaps, der in ganz Niedersachsen beliebt ist, reicht.

Nordrhein-Westfalen

Nordrhein-Westfalen ist ein Bundesland, das durch den Beschluss der Alliierten über die Zusammenlegung zweier Regionen gebildet wurde. Aber auch schon vorher waren die zwei Regionen bekannt für ihre engen geschichtlichen Beziehungen. Die Landschaftsbilder sind identisch, obwohl Westfalen über mehrere Bergspitzen verfügt. Im Süden Westfalens liegt das Sauerland. Kleine Städte mit eigenem Charakter liegen entlang der Weser mit dem herrlichen Schloss im Münsterland. Jedoch ist die eigentliche regionale Attraktion der Städte, die noch zu Zeiten der Römer

entstanden sind, die Architektur, die durch die architektonische Berühmtheit der Kölner Kathedrale und der Kirche mit Kloster in Aachen gekennzeichnet ist. Das lebendige Ruhrgebiet ist der wichtigste Punkt in Nordrhein-Westfalen.

Die Ernährungsgewohnheiten sind ebenfalls Grund für gegenseitiges Misstrauen, denn die Küche dieser Regionen, wenn auch landschaftlich sehr ähnlich, unterscheidet sich in vielerlei. Die Einwohner der Nordrhein-Region missachten im Allgemeinen die Einwohner Westfalens wegen seinem Überfluss an Nahrung, während die Westfalen

die Einwohner des Nordrheins wegen ihrer Betonung auf süß-sauren Kombinationen kritisieren. Vielleicht liegt etwas Wahrheit in diesen Vorurteilen. Rheinländisches

erstklassiges fermentiertes Bier ist populär und dient als Beweis für einen lässigen Lebensstil. Die westfälischen Bauern betonen, dass ihre Küche wegen Viehzucht und Getreideanbau eine natürliche Küche ist, während sich die Einwohner des Nordrheinlands eher äußeren Einflüssen unterworfen haben.

Hessen

Die Menschen in Nordhessen sind geschichtlich an wenig fruchtbares Land und Armut gewohnt und haben eher wenig gemeinsam mit den Menschen in Südhessen, die mit der Sonne und dem reichen Rheintal verwöhnt sind. Auch dieser Unterschied äußert sich natürlich in den Küchen dieser Regionen. Während Nordhessen versucht, das beste aus Kartoffeln zu machen, verfolgen Südhessen Trends, die Händler, die durch diese Region reisen, mitbringen. Deshalb ist es nicht verwunderlich, dass zwei Spezialitäten, die Hessen fest auf seine kulinarische Karte gesetzt hat, grüne Sauce und Frankfurter Würste sind. Der Einfluss der reichen Metropole Frankfurt und der Stadt Wiesbaden, Stadt der römischen Thermalbäder und Hessens Hauptstadt, ist sehr stark und verbreitet sich gen Süden. Die Leute aus dem Norden sind still; das Stereotyp "des gesprächigen Hessens" bezieht sich auf Südhessen. Reich an Wald ist Hessen im Westen, den fruchtbare Weinberge vom Osten trennen, wo es faszinierende Heiden gibt. Das ist ein Bundesland, das eine Mahlzeit für das Auge und den Gaumen anbietet.

Rheinland-Pfalz

Zweihundert Jahre gutes Leben reflektiert

sich – metaphorisch gesehen – in Weingläsern und Kochgefäßen des Mittelrheins und seinen Nebenflüssen. Die Region ist durch Invasionen zahlreicher Kriege seit Cäsars Lebzeiten gekennzeichnet, und fast alle Besatzungsmächte haben Spuren ihrer Länder hinterlassen, einschließlich zahlreicher

Spezialitäten. Die bedeutendste hinterlassene Spur ist der Weinanbau der Römer an der Rosel. Im Mittelalter entstanden andere Städte und Kleinstädte wie Speyer, Worms und Kaiserslautern, die geschichtlich fokussierte

Punkte wurden, während das Rheinlandtal zwischen Bingen und Koblenz mit seinen Schlössern und Kirchen den wichtigsten kulturellen Status erhielt.

Im 19. Jahrhundert machte sich Hunger breit und diejenigen, die nicht emigrierten, lebten von Brot und Kartoffeln. So stammen viele Kartoffelrezepte genau aus dieser Zeit. In den Jahrzehnten, in denen die lokale Bevölkerung

wenig zu essen hatte, wurde das Rheinland Sommerferienort für englische und preußische Touristen, die von der romantischen Tradition des Rheinlandes angezogen wurden. Trotz allem schlossen sich im 20. Jahrhundert die geschichtlichen Verbindungen und die gemeinsamen volkstümlichen Gewohnheiten der geographischen Regionen - Westerwald, Eifel, Hunsrück, Rhinhessen und Palatinate – zusammen, um gemeinsam eine kulturelle und kulinarische Identität zu kreieren.

Saarland

Die Aneinanderreihung von bearbeiteten Flächen und Industrieanlagen sind Merkmale des gebirgigen Landschaftsbildes des Saarlands an der Grenze zu Frankreich, wo Kohlebergwerke und Metallurgie im Laufe des 19. Jahrhunderts eine große Bedeutung hatten. Die Arbeiter, die in Bergwerken oder landwirtschaftlichen

Gebieten lebten, bauten eigenes Obst und Gemüse an. Kartoffeln waren Hauptbestandteil auf dem Tagesmenü und noch immer nehmen sie die Schlüsselposition der heutigen saarländischen Küche ein. Es gibt noch ein Produkt, das genauso leicht und weit über seine regionalen Grenzen bekannt ist: die Lionerwurst. Viele Naturschönheiten, wie beispielsweise

Saar Oxbow in der Nähe von Mettlach und zahlreiche Industriedenkmäler, sowie Kirchen, Schlösser und Paläste stellen ein Kulturerbe dar. Eines davon ist die Alte Völklinger Hütte, eine alte Gusserei, die UNESCO im Jahre 1994 zum Weltkulturerbe erklärt hat, und die genauso oft besucht wird wie die Kirche in der Hauptstadt

Saarbrücken, die im Spätbarock errichtet wurde. Das Saarland ist das jüngste Bundesland, es wurde 1959 gegründet. Die regionale Nähe zum benachbarten Frankreich charakterisiert ebenfalls die Küche, die an Leichtheit und Frische der französischen Küche gewonnen hat.

Baden-Württemberg

"Dort gibt es süße Nahrung und viele gute Dinge", schrieb Goethe in seinem Werk Reineke Fuchs. "Viele gute Dinge" hat diese Region tatsächlich zu bieten, die durch natürliche Grenzen, den Rhein, Neckar, Donau und Lech umgeben ist. Sie sind sowohl Württembergs und Badens, als auch Merkmal der Nahrung, die in diesen Regionen hergestellt wird: Obst

und Gemüse aus dem Gebiet um den Bodensee herum, Viehzucht auf reichen Wiesen des Hohenlohekreises, Weißkraut von den Feldern bei Stuttgart, saftiger Spargel aus Schwetzingen

in Nordbaden, sowie Schinken und Kirschwasser aus dem Schwarzwald

In beiden Teilen Baden-Württembergs dominieren bei der Ernährung kompakte, ganze Mahlzeiten, während die größere Feinfühligkeit und Verfeinerungen in Baden wohl auf den Einfluss der französischen Nachbarn zurückzuführen ist. Sie haben sehr viel gemeinsam, und zwar nicht nur was Nahrung und Getränke anbelangt. Über Jahrhunderte hinweg war die Geschichte Baden-Württembergs problematisch und schmerzhaft. Nur eine kleine Bevölkerungsschicht hat vom Reichtum des Landes profitiert, das vom Königtum Württemberg und Herzogtum von Baden gesichert wurde. Die Armen konnten nicht von der Schönheit der Landschaft im idyllischen Neckertal oder im Markgräflerland, das Johann Peter Hebbel "kleiner Paradiesgarten" nannte, leben. Trotz dieser geschichtlichen Parallelen sind die Badener Menschen, die das Leben genießen. Wie denn auch sei, alle sind fähig, hart, aber vor allem praktisch zu arbeiten. Als Resultat haben sie gemeinsam aufgebaut, was niemand hervorsehen konnte: das deutsche Modell des föderativen Staates. Und Baden-Württemberg steht im Vergleich zu den anderen Bundesländern nicht nur bei der Industrieausfuhr an erster Stelle, sondern hat auch die meisten Restaurants.

Bayern (Bavarska)

Das bekannte Gasthaus "Hofbräuhaus", das Münchner Oktoberfest, Lederhosen, 1-Liter-Bierkrüge, romantische Märchenschlösser, Barockglanz im Hintergrund der imposanten Alpen – Stereotypen, die Bayern beschreiben. Eigentlich ist Bayern im Ausland ein Synonym für ganz Deutschland geworden. Natürlich ist etwas Wahres an diesem Image: Genießen des lässigen Lebens, tief verwurzeltes Traditionsgefühl und einfache taktvolle Rücksichtnahme sind Merkmale der Bayern, die der Stolz aller Einwohner sind. So eine Idee ist weit entfernt von der Realität, besonders in der geographischen Bedeutung.

Das größte Bundesland der Bundesrepublik Deutschland umfasst Nieder- und Oberbayern, Ober-, Mittel und Niederfranken und Schwaben. "München ist ein glanzvolles Licht", schrieb Thomas Mann, aber es ist nicht der einzige Stern am bayrischen Sternenhimmel. Im Bundesland befinden sich auch Augsburg, Regensburg, Nürnberg, Würzburg und Wagners Stadt Bayreuth, um nur einige Zentren zu nennen, hinter denen Geschichte und Kultur steht. Die bayrische Küche ist wie ihr Landschaftsbild und weltberühmtes Bier sehr reichlich. Zu ihren Spezialitäten gehören gebratenes Schwein, in dicke Scheiben geschnitten

Fleischlaib bekannt als Leberkäse und Weißwurst, " die aus Rindfleisch hergestellt wird.

Fast facts

  • In über 1 200 Bierbrauereien deutschlandweit (von der Nordsee

    bis zu den Alpen) werden 5 000 verschiedene Biersorten ausgeschenkt.

  • Die Vielfältigkeit finden wir nicht nur in Deutschlands Bier vor, sondern auch in seiner Ernährung. Vom frischen Fisch von traditionellen Hamburger Fischmärkten bis hin zu Kartoffeln – Erdäpfeln – die schon seit dem 18. Jahrhundert als gekochte Salzkartoffeln, im Eintopf oder als Kartoffelfladen serviert werden.
  • Zum Frühstück oder Vesper wird auf jeden Fall eine der 300 gesunden Brotsorten gegessen – die deutschen Bäcker sind nämlich schon seit Ewigkeiten bekannt für ihre kleinen und feinen Backwaren.
  • Zwischen den Mahlzeiten wird oft gern zu Mineralwasser gegriffen, das aus 550 Quellen gewonnen wird.
  • Aber bevor ein Tröpfchen Wein den Gaumen berieselt, zieht der geschmackvoll und ästhetisch gedeckte Tisch die Blicke auf sich. Harmonisch ausgewähltes Ess- und Trinkgeschirr und Zubehör sind unausbleiblicher Bestandteil des Nahrungs- und Getränkeangebots in Deutschland. Deutschland ist stolz auf seine Porzellan- und Glashersteller, Eisenschmiede… deren Meisterwerke die gedeckten Tische am Königs- und Kaiserhof schmückten.